Eine Datenbankanwendung besteht aus den deklarativen Datenbankobjekten Tabellen, Abfragen, Formularen, Berichten und der prozeduralen Anwendungslogik:
Formulare und Berichte sind Eingabe- und Ausgabegerüste für Tabellenwerte und werden bereits in den Spezifikations- und Entwurfsphasen definiert.
Die Anwendungslogik beschreibt die Abfolge der einzelnen Verarbeitungsschritte.
Der Benutzer eines Datenbankverwaltungssystems kann die Datenbankobjekte mit Hilfe vordefinierter DBMS-Funktionen verarbeiten:
Abfragegeneratoren übersetzen formal- oder natürlichsprachliche Abfrage der Benutzer in die eingebauten Abfrageprozeduren des Datenbanksystems
Formular- und Berichtsgeneratoren unterstützen die Umsetzung der
Spezifikations- und Entwurfsergebnisse. Ein Formulargenerator ermöglicht das
interaktive Zeichnen von Formularen und ein Berichtsgenerator erstellt
aufgrund einer Spezifikation ein Programm, das Berichte für Drucker und Bildschirme erstellt.
Ein Applikationsgenerator erzeugt ganze Standardanwendungen automatisch. In der Regel übersetzt er eine Standardspezifikation in ein Quellprogramm, das der Entwickler programmiersprachlich verfeinern und erweitern kann.
Die Datenbankmaschine bildet den Kern eines DBMS. Sie erfüllt unter Vernachlässigung der Benutzerschnittstelle die eigentlichen Aufgaben eines Datenbanksystems und speichert Massendaten so, dass der Zugriff sicher und schnell erfolgt. Die Datenbankmaschine ist oft ein unabhängiges Modul, damit mehrere Produkte auf einen gemeinsamen datenverwaltenden Kern zugreifen können. Beispiel einer Datenbankmaschine ist die MS Jet Engine (Joint Engine Technology) für MS Access und Visual Basic.